Früher war nicht alles besser, sondern nur vieles anders

25.06.2017

Das Josef-Ecker-Stift feierte sein 40-jähriges Bestehen

 

Neuwied. Das Josef-Ecker-Stift ist tief verwurzelt in der Stadt Neuwied, und das seit 40 Jahren. Das Haus steht auf einem festen Grund, weil es seine Entstehung einem außergewöhnlichen bürgerschaftlichen Engagement verdankt und von je her auch den ökumenischen Schulterschluss mit den Kirchengemeinden der Stadt gesucht hat. Ende Juni feierte die Hausgemeinschaft diesen runden Geburtstag mit seinen Bewohnerinnen und Bewohnern, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und (natürlich) mit ausgewählten Gästen.

 

Die Idee, daran erinnerte Schwester Marianne Meyer vom Vorstand der Marienhaus Stiftung in ihrer Ansprache, im Neuwieder Stadtteil Heddesdorf ein modernes Altenzentrum zu bauen, datiert bereits aus den 1960er Jahren. Die Pfarrgemeinde Liebfrauen kaufte 1963 zu diesem Zweck das Grundstück unmittelbar neben der Kirche, auf dem heute das Josef-Ecker-Stift steht. Zum Bau fehlten allerdings noch die finanziellen Mittel. Erst als sich 1972 die Senatspräsident-Ecker-Stiftung bereit erklärte, die Verantwortung für das Projekt zu übernehmen, war der Weg für die Realisierung des Baues frei. Anfang 1977 konnten die ersten Bewohner einziehen, die Marienhaus GmbH übernahm die Trägerschaft, erste Heimleiterin war Schwester M. Augustina. – So weit im Zeitraffer die Anfänge des Hauses.

 

Das Josef-Ecker-Stift war immer ein christliches Haus – ganz im Sinne des Stifters Senatspräsident Josef Ecker. Das Haus, zu dem auch 22 Wohnungen für das Betreute Wohnen gehören, ist in den 40 Jahren mit der Zeit gegangen – baulich wie auch konzeptionell. Bei der Sanierung (vor auch schon wieder zehn Jahren) hat man für dementiell veränderte Bewohner auf der 2. Etage des Haupthauses einen eigenen Wohnbereich mit einem Dachgarten geschaffen. Auch die Tagespflege (das Josef-Ecker-Stift war die erste Einrichtung in Neuwied, die eine Tagespflege anbot) wurde inzwischen speziell auf die Bedürfnisse von dementiell erkrankten Menschen ausgerichtet.

 

In den 40 Jahren hat sich viel verändert: Die Bewohner sind heute oftmals kränker und multimorbid, ihre Aufenthaltsdauer ist kürzer und die Anzahl der sterbenden Bewohner und Demenzerkrankten steigt deutlich an. Dies bedeutet, so unterstrich Schwester Marianne, „für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter neue und größere Herausforderungen“. Neu sei auch die ganzheitliche Sicht des Bewohners sowie die große Bedeutung der Biographiearbeit mit den Bewohnerinnen und Bewohnern, um die alten Menschen besser verstehen und begleiten zu können. „Viele neue Erkenntnisse helfen uns heutzutage, besser und nachhaltiger auf dementiell erkrankte Menschen zu reagieren und ihnen Lebensqualität zu ermöglichen“, unterstrich Schwester Marianne, dass die Autonomie und der Wille des Bewohners heutzutage einen viel höheren Stellenwert als früher haben. Das gilt auch für das Lebensende. Das Josef-Ecker-Stift war die erste Senioreneinrichtung, die mit dem Ambulanten Hospiz in Neuwied eine Kooperationsvereinbarung schloss. – Folglich, so ihr Resümee, sei früher nicht alles besser, vieles aber anders gewesen.

 

Was sich auch geändert hat: Waren vor 40 Jahren Ordensfrauen im Alltag des Hauses noch überall präsent, so lebt mit Schwester M. Christiane nur noch eine Waldbreitbacher Franziskanerin im Josef-Ecker-Stift. Trotzdem sind Menschlichkeit und Christlichkeit nicht auf der Strecke geblieben. Das zusammen Leben und Arbeiten im Haus ist auch heute von einer großen Offenheit und Toleranz und Warmherzigkeit geprägt. – Das wurde auch bei der Talkrunde mit Bewohnern, Angehörigen und Mitarbeitern deutlich, die die offizielle Feierstunde abrundete...

Zum 40. Geburtstag überreichte die Senatspräsident-Ecker-Stiftung dem Haus einen üppigen Spendenscheck.

Josef-Ecker-Stift Neuwied

Erlenweg 42
56564 Neuwied
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Telefax:02631/29501
Internet: http://www.altenheim-neuwied.dehttp://www.altenheim-neuwied.de

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